Kritik der Objektorientierung

Ich nehme die Objektorientierung zum Anlass, die grundlegenden Irrtümer der gegenwärtigen Informatik aufzuzeigen.

Softwareentwicklung ist ein schöpferischer Prozess. Die Grundlage schöpferischer Prozesse ist Kreativität. Kreativität bedeutet das spontane Auftauchen qualitativ neuer Lösungen im menschlichen Geist.

Damit Kreativität funktionieren kann, braucht es vor allem eines: die Freiheit der Lösungen bzw. das Zulassen des gesamten Lösungsraumes.

Methoden wie Objektorientierung schränken diese Freiheit ein. Sie gehen einfach davon aus, dass nur eine bestimmte Teilmenge aller möglichen Lösungen gute Lösungen sind.

Dadurch wird Kreativität blockiert.

Die Informatik bildet sich ein, das tun zu können, weil sie die Kreativität konstruktiv zu ersetzen versucht.

Ein solches Vorgehen erwächst vor allem aus Angst vor geistigen Prozessen, die man nicht versteht und die rational auch gar nicht erfasst werden können.

Es ist diese spezielle Methode aber nur ein Beispiel, weil der Methodenansatz als solches nicht stimmt.

Vieles, was sich über Objektorientierung sagen lässt, könnte man nahezu unverändert auch über andere Methoden dieser Art sagen.

Objektorientierung ist ein riesiges Knäuel komplizierter Vermischungen, das ich auf diesen Seiten schrittweise entwirren werde.

Um eine neue Herangehensweise an Softwareentwicklung aufbauen zu können, müssen wir gleichzeitig die alte falsche Sichtweise auflösen und loswerden.

Die Informatik ist als Ganzes auf einem Weg, der zur Funktionsweise des menschlichen Geistes in direktem Widerspruch steht.

Objektorientierte Softwareentwicklung als Methode kommt dem geistigen Stand des Mittelalters gleich, als Menschen dachten, die Erde wäre eine Scheibe.

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Stichworte:
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